Fechten in Berlin beim FCG

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...und am Ende winken immer die Bären

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Fechten in Berlin beim FCG

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Datum: 31.03.2010

50. Weißer Bär von Berlin: Jubiläum mit Rekordbeteiligung

Anspruchsvolle Gefechte und hervorragende Organisation im Korber-Sportzentrum

Bis zum Finale im historischen Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports ist es ein langer, harter Weg, in diesem Jahr für Norman Ackermann, Dennis Bade, Ruben Limardo und Tomas Krasikovas.
282 Fechter aus 28 Nationen mussten erstmal am Sonnabend und Sonntag im Korber-Sport-Zentrum aus dem Weg geräumt werden, darunter der Titelverteidiger Christoph Kneip und Steffen Launer, zweiter beim Weißen Bären 2009, nicht aber die Favoriten Jörg Fiedler (Weltranglisten-Zweiter) und Sven Schmid (Europameister 2009). Die hatten krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt.
Für den Fecht-Club Grunewald als Veranstalter war die Durchführung des Turniers wegen der außergewöhnlich großen Teilnehmerzahl eine echte Herausforderung. Dank der guten Zusammenarbeit von Profis und Ehrenamtlichen wurde dies souverän gemeistert.

Empfang im Haus des Deutschen Sports und Finale im Kuppelsaal

Bei bester Stimmung, begleitet von Jazzmusik und leckeren Häppchen, wurde im Foyer des Hauses des Deutschen Sports der 50. Geburtstag des Weißen Bären mit vielen Gästen und Freunden gefeiert. Sogar Max Geuter, der 1961 den Weißen Bären erkämpfte und der sich heute als Generalsekretär der European Fencing Confederation und FIE-Ehrenmitglied für den Fechtsport engagiert, reiste aus Süddeutschland zum Empfang an. Und Daniel Strigel, Bärengewinner von 2000, jetzt Chef vom Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim, überreichte dem Fecht-Club Grunewald im Namen des DFB Präsidenten Gordon Rapp zwei Preise zum 50 jährigen Bestehen des Weißen Bären.
Im Kuppelsaal gab es anschließend eine entzückende Ballettdarbietung von jungen Ballerinen mit Szenen aus dem Musical Mary Poppins.
Dann folgte Hochspannung pur: nachdem im Vierer-Finale Norman Ackermann gegen Ruben Limardo (10:13) und Dennis Bade gegen Tomas Krasikovas (10:15) verloren hatten, lieferten Limardo und Krasikovas dem begeisterten Publikum unter der prismenbestückten Kuppel, wo 1936 um olympische Medaillen gefochten wurde, einen hochkarätigen Fechtthriller. Nach drei mal drei Minuten stand es 10:10. Jetzt musste der Sudden Death die Entscheidung bringen. Nach mehrfachem Double setzte der Außenseiter Krasikovas den entscheidenden Treffer gegen Limardo, den 5. der Weltrangliste. Damit geht der Weiße Bär von Berlin zum ersten Mal nach Litauen.

Beiträge vom Sportmuseum Berlin und Medienresonanz

Das Sportmuseum Berlin präsentierte zur Feier des Tages eine Studio-Ausstellung zu Helene Mayer – sie erfocht im Kuppelsaal die Silbermedaille und wäre in diesem Jahr im Dezember 100 Jahre alt geworden. In einer Führung konnten Interessierte das Haus des Deutschen Sports erkunden.
Das bereichert unseren sportlichen Bären um historische Dimensionen.
Die mediale Resonanz auf das Turnier war beachtlich. Mehrere Fernsehsender berichteten, sowie lokale und überregionale Printmedien: darunter die Financial Times Deutschland, die Süddeutsche Zeitung und die TAZ. Laut Google gibt es 27 Artikel über den Weißen Bären von Berlin, davon mehrere online. Der aus einem Moskauer Medienportal wurde nicht mitgezählt.
So beliebt, berühmt und heiß umkämpft wie der Weiße Bär heute ist, wird er wohl auch noch den 100. Geburtstag schaffen. Bundestrainer Didier Ollagnon bringt es auf den Punkt: "Wir brauchen dieses Turnier, es ist wichtig, auch für unseren Nachwuchs."

Ergebnisse:
1.Tomas Krasikovas (LIT) 2. Ruben Limardo (VEN), 3, Dennis Bade (FIN) und Norman Ackermann (Leverkusen), 5. Andrii Efremenko (Ukr), 6. Jiri Beran (CZE),
7. Dmytro Kyrylenko (UKR), 8. Falk Spautz (WMTV Solingen),
bester Berliner: Manuel Erdmann (SC Berlin) Rang 53.

Dokumentation des Turniers unter www.fencingworldwide.com.

Fotos: Frank Lehmann

Autor: jutta boergers

Bilderalbum - 50. Weißer Bär von Berlin, Sieger im Kuppelsaal, erster Tag im Korber-Zentrum, zweiter Tag Empfang im Haus des Deutschen Sports und Finale im Kuppelsaal

Krasikovas gegen Limardo
Krasikovas gegen Limardo
Krasikovas gewinnt nach Sudden Death und bringt den Bären zum ersten Mal nach Litauen
Krasikovas gewinnt nach Sudden Death und bringt den Bären zum ersten Mal nach Litauen